Vielleicht denkst du, dass es beim Yoga nur darum geht, viele komplizierte, akrobatische Übungen zu machen, und dass man super dehnbar sein muss? Dann denkst du falsch. Yoga ist eigentlich so viel mehr. Aber was ist Yoga dann wirklich? Und was ist so gut an Yoga? Hier sind die Antworten auf einige der häufigsten Fragen über die populäre Form der Übung.

Yoga ist eine spirituelle Tradition aus Indien, die seit über 2000 Jahren praktiziert wird. Es gibt keine verlässlichen Quellen darüber, wie Yoga tatsächlich entstanden ist, aber man sagt, dass alles mit einer kleinen Gruppe von Menschen begann, die in Höhlen und draußen in den Wäldern getrennt von anderen Menschen lebten. Diese Menschen beobachteten die Bewegungsmuster und die Atmung der Tiere, begannen sie zu imitieren und beobachteten dann, wie sich dies auf Körper und Geist auswirkte.

Das Wort Yoga ist Sanskrit und bedeutet in etwa "Vereinigung von Körper und Seele". Hier in der westlichen Welt begannen einige wenige im 19. Jahrhundert Yoga zu praktizieren, aber erst in den 1960er Jahren nahm das Interesse wirklich zu. In den 90er Jahren kam der größte Durchbruch, und heute wird Yoga oft als eine nicht-religiöse Disziplin für die persönliche Entwicklung dargestellt. Viele sehen Yoga auch als eine Lebensphilosophie an, die entwickelt und an das Leben, das wir heute leben, angepasst wurde.

Kurz gesagt kann es beim Yoga weitgehend darum gehen, einen inneren Frieden zu schaffen, mit Spannungen im Körper umzugehen und Stress abzubauen. Um dies zu erreichen, verwendet man unter anderem körperliche Positionen, verschiedene Meditationstechniken und Atem- und Entspannungsübungen.

Yoga

Einige der positiven Wirkungen von Yoga

Also ... was ist so gut an Yoga? Auf diese Frage gibt es wahrscheinlich ebenso viele Antworten wie es Menschen gibt, die Yoga praktizieren. Wir haben uns einige der positiven Wirkungen von Yoga näher angeschaut.

1. Verbesserte Gesundheit

Die Forschung weist darauf hin, dass Yoga Stress abbauen, gute Gesundheitsgewohnheiten unterstützen, deine geistige Gesundheit, deinen Schlaf und dein Gleichgewicht verbessern kann. Studien weisen auch darauf hin, dass Yoga, wie andere körperliche Übungen auch, die Herzfrequenz, die Atemfrequenz und den Blutdruck senken und dazu beitragen kann, Ängste und Depressionen zu reduzieren1.

2. Vielversprechende Schmerzbehandlung

Hast du Rücken- oder Nackenprobleme? Dann kann Yoga eine gute Alternative sein. Laut NCCIH kann regelmäßiges Yoga die Schmerzen lindern und die Funktion verbessern, vor allem im Bereich der Lendenwirbelsäule, aber auch im Nackenbereich2.

3. Positionen, die deine Beweglichkeit, Kraft, Balance und Koordination verbessern

Du führst aber auch verschiedene Positionen aus, bei denen sich das Herz über dem Kopf befindet (so genannte Inversionshaltungen). Diese Übungen senken deine Herzfrequenz und wirken erholsam3. Mit anderen Worten: Wenn du trainierst, kannst du sehr davon profitieren, deine gegenwärtige Trainingssituation durch Yoga zu ergänzen.

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Welche Form von Yoga solltest du wählen?

Wir empfehlen dir, dir die Zeit zu nehmen und dich zu versuchen, bis du eine Yogaform findest, die zu dir und deinen Zielen passt. Willst du dich auf Ruhe und Erholung konzentrieren? Versuche es mit Yin-Yoga. Willst du ein bisschen mehr Tempo und Herausforderung? Versuche Ashtangayoga! Schwer zu entscheiden? Um dir den Schritt in die Yogawelt etwas leichter zu machen, haben wir eine Übersicht über einige der bekanntesten Yoga-Formen erstellt.

Hatha-Yoga

Hatha-Yoga ist wahrscheinlich die berühmteste Form des Yoga und zudem auch die modernste. Hier werden sanfte Bewegungen mit Meditation und Atemübungen kombiniert, mit dem Ziel, körperliches und geistiges Wohlbefinden zu erreichen. Hatha-Yoga ist perfekt, wenn du nach einer körperlichen Yogaform suchst, die ein langsameres Tempo hat.

Yin-Yoga

Yin Yoga ist eine ruhige Yogaform mit dem Schwerpunkt auf Erholung. Während einer Yin-Yoga-Stunde dauern die Übungen 3-5 Minuten und erlauben dir, anstelle der Muskeln auf das Bindegewebe des Körpers zuzugreifen, während du gleichzeitig Zeit hast, deinen Geist zu beruhigen. Yin-Yoga ist für jedermann geeignet. Mit Hilfe verschiedener Hilfsmittel, sogenannter Requisiten, wie Decken, Kissen und Blöcke, kannst du die Positionen so anpassen, dass sie zu dir und deinem Körper passen.

Ashtanga-Yoga

Ashtanga-Yoga wird oft als eine der körperlich anstrengendsten Formen des Yogas beschrieben. Kurz gesagt, Ashtanga-Yoga ist eine dynamische Yogaform, die sich dadurch auszeichnet, dass eine bestimmte Anzahl von Positionen in einer bestimmten Reihenfolge ausgeführt werden und die Bewegungen in einer Art Fluss mit der Atmung synchronisiert wird. Dieser Fluss wird gewöhnlich Vinyasa genannt.

Kundalini-Yoga

Kundalini Yoga hat einen eher spirituellen Fokus und unterscheidet sich leicht von anderen Formen des Yogas. Hier geht es sehr viel darum, mit Hilfe verschiedener Meditationen und Atemtechniken Energie im Körper freizusetzen, um ein Gleichgewicht zu schaffen. Kundalini-Yoga beginnt mit dem Singen eines Mantras. Dann wird eine Reihe von vorbestimmten Positionen ausgeführt, die sowohl aus ruhigen als auch aus schnellen Bewegungen bestehen können. Die Bewegungen werden mit verschiedenen Atemtechniken kombiniert. Nicht zuletzt endet die Übung mit Meditation und Entspannung. Die verwendeten Übungen sind in der Regel leicht auszuführen, weshalb diese Form des Yogas für fast jeden geeignet ist.

Medizinisches Yoga

Medizinisches Yoga, auch MediYoga genannt, verbindet die alten Methoden des Yogas mit der modernen westlichen Wissenschaft. Die bewusste Atmung ist beim Mediyoga wichtig, und die Übungen werden an deine Fähigkeiten angepasst. Die meisten Übungen können sowohl auf der Yogamatte als auch auf einem Stuhl ausgeführt werden. Darüber hinaus sind die Übungen intuitiv, langsam und ohne Leistungsanforderungen.

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Tipps:

Es gibt natürlich eine ganze Reihe von verschiedenen Formen von Yoga, die in diesem Artikel nicht erwähnt werden. Alles von ruhigeren Formen wie dem Yoga der Wiederherstellung bis hin zu körperlicheren Formen wie dem Power-Yoga. Bist du neugierig geworden? Schaue dir Videos auf Youtube an, lese weiter und stelle Fragen an einen Yogalehrer. Ich würde auch empfehlen, dass du jede Yogaform, die dich anspricht, mindestens dreimal (vorzugsweise öfter) ausprobierst, bevor du entscheidest, ob sie etwas für dich ist oder nicht. Es ist nicht immer Liebe auf den ersten Blick. Last but not least: Ziehe etwas Gemütliches an und schaffe dir eine Yogamatte zu. Viel Erfolg!

 

Referenzen: