Der Prozess selbst wird oft in Gang gesetzt, indem die gesamte Aufmerksamkeit auf irgendeinen Reiz gelenkt wird. Dies könnte ein bestimmter Klang oder etwas Wiederkehrendes sein. Man kann sich auch einfach auf den eigenen Atemrhythmus konzentrieren. Besonders die Atmung ist der Grundstein jeglicher Meditation, denn durch das Füllen unserer Lungen regulieren wir den Herzschlag, erlauben den Muskeln sich zu entspannen und verbessern unsere Konzentration.

Lassen Sie uns die Meditation in drei Ebenen aufteilen. Diese stehen für verschiedene Level der Entspannung.

In der ersten Ebene sind wir am leichtesten von äußeren Einflüssen gestört und unsere Gedanken schweifen leicht ab. Vor uns haben wir ein ganzes Arsenal an Möglichkeiten für unser unseren unruhigen Verstand und wir verlieren uns in den Gedanken an die Geschehnisse des Vortags, an Pläne für den Nachmittag, die Unterhaltung mit einem Freund oder analysieren unseren letzten Traum. Zu Beginn der Meditationssitzung versuchen wir, unsere Gedanken zu beruhigen, entweder durch Zählen oder bewusstes Atmen. Zu diesem Zeitpunkt merken wir, wie viele Gedanken wir für unseren spirituellen Frieden unterbinden müssen. Zu versuchen, die Gedanken zu akzeptieren und zu verstehen, dass wir ihnen nicht entkommen können, ist anfangs die größte Herausforderung. Stattdessen sollten wir versuchen, möglichst kein Teil von diesen Gedanken zu werden, da sie eine ungewünschte Ablenkung darstellen.

In der zweiten Ebene beginnen wir, uns von unseren Sinnen abzukoppeln. Während wir weiterhin tief atmen, finden wir uns mehr und mehr in einem Zustand vor, in dem wir sowohl von körperlicher als auch mentaler Ruhe absorbiert wurden. Mit der Zeit können wir auch lernen, vom Drang oder dem Verlangen nach Bewegung abzulassen und aufzuhören, uns um unsere Körperteile zu sorgen. Als Meditations-Amateur werden Sie diesen vermutlich nicht in vollem Maße genießen. Aber je mehr Sie Ihre Konzentrationsfähigkeit entwickeln, desto klarer werden Sie diesen Zustand, der nur durch Übung erreicht werden kann, erleben.

Während wir uns durch diese Phase bewegen und dabei die Aufmerksamkeit auf unserer Atmung behalten, bewegen wir uns langsam auf die dritte und finale Ebene zu. Dann befinden wir uns auf der „anderen Seite“, auf der wir absolute Gelassenheit genießen. Dort ist unser Bewusstsein von solcher Größe, dass wir tatsächlich fühlen, wie es sich von unserem physischen Körper gelöst hat und nichts außer absolute Leere hinterlässt. Wir hören damit auf zu zählen oder uns auf das Füllen der Lungen zu konzentrieren und werden eins mit dem Leben in einer Art, die unmöglich in Worte gefasst werden kann.

Viele Leute stellen sich die Frage, ob tägliche Meditation einen Vorteil für Ihr Training bewirken kann oder nicht. Ist es möglich, durch Meditation unser individuelles Potential zu erkunden und es als Werkzeug zu nutzen, um unsere ultimativen Ziele im Bodybuilding, Laufen oder in anderen Sportarten zu erreichen? Die Antwort ist ohne Zweifel Ja! Ich werde Ihnen darüber in einem folgenden Artikel mehr erzählen.